Pünktlichkeit

Das Thema Pünktlichkeit steht bei den Spielregeln mit an vorderster Stelle. Obwohl langjährige Erfahrungen belegen, dass die Teilnehmer von Fahrgemeinschaften sich überaus pünktlich verhalten, ist es für den Start einer neuen Fahrgemeinschaft unerlässlich, hierzu klare Spielregeln festzusetzen, die für alle verbindlich sind. Von Anfang an wird damit Missverständnissen und Ärger wirksam vorgebeugt.

Feste Treffzeiten festlegen!

Vereinbaren Sie feste Treffzeiten. Planen Sie besonders am Anfang etwas mehr Zeit ein und kommen Sie ein paar Minuten früher am vereinbarten Treffpunkt an. Das erspart Ihnen unliebsame Rechtfertigungsnöte und den Mitfahrern ungesunden Ärger.

Telefonische Erreichbarkeit ist ein Muss!

Die telefonische Erreichbarkeit zur Gewährleistung des Informationsaustausches ist immens wichtig - gerade wenn etwas Unvorhergesehens eintritt. Heutzutage lässt sich die Erreichbarkeit nahezu an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt mit einem eigenen Handy problemlos sicherstellen. Und immer mehr Fahrgemeinschaften vereinbaren gerade deshalb das Handy zum Pflichtbesitz für alle! Die Telefonnummern der Mitfahrer sind fest eingespeichert und das Handy bleibt eingeschaltet: Nicht mehr erreichbar zu sein, ist dann ein Problem von vorgestern.

Wer verspätet oder gar nicht zum Treffpunkt kommen kann, ruft an!

Derjenige, der sich - warum auch immer - verspätet oder gar nicht zum Treffpunkt kommen kann, hat die Pflicht, den Fahrer der Fahrgemeinschaft hierüber unverzüglich telefonisch zu informieren. Eventuell lässt sich dann immer noch anders disponieren, zumindest aber lassen sich unnötige Wartezeiten für die Fahrgemeinschaft vermeiden oder wenigstens verringern.

Wartezeiten minutengenau vereinbaren

Vereinbaren Sie mathematisch ganz exakt die Anzahl der Wartezeitminuten, nach deren Ablauf die Fahrgemeinschaft - ohne schlechtes Gewissen zu haben - auch ohne Sie abfahren darf.
Die 5 Minuten-Wartezeit-Regel hat sich auch hier bewährt.

Probezeit vereinbaren!

Nicht alles lässt sich im Vorfeld genau voraussagen, so auch nicht, ob Sie sich mit und in Ihrer Fahrgemeinschaft wohl fühlen werden.

Vereinbaren Sie daher gleich zu Beginn eine Probezeit, nach deren Ablauf Sie auch - ohne große Worte verlieren zu müssen - gegebenenfalls wieder aus der Fahrgemeinschaft aussteigen können.

Während der Probezeit ist es wichtig, offen zu bleiben für den Prozess des Sich-aneinder-Gewöhnens. Schütten Sie das Kind nicht gleich mit dem Bade aus, wenn nicht alles immer in Ihrem Sinne abläuft. Auch die Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft brauchen Zeit, um sich erst einmal aufeinander einzustellen. Mit ein wenig gutem Willen, Geduld, Humor und Toleranz lassen sich auch anfängliche Holprigkeiten erfahrungsgemäß leicht überwinden.

Die meisten Teilnehmer von Fahrgemeinschaften betrachten Ihre Fahrgemeinschaft als persönlichen Gewinn auch jenseits des finanziellen Anreizes. Die tägliche Fahrt zur Arbeit und wieder zurück wird im Team als entspannter und sicherer empfunden, zudem auch kurzweiliger und unterhaltsamer als wenn man alleine unterwegs wäre.

Viele schätzen auch die große Solidarität und Freundschaft, die sich im Laufe der Zeit zwischen den Mitgliedern einer lebendigen Fahrgemeinschaft einstellen und als wohltuende Unterstützung und Bereicherung des Alltags empfunden werden.